Die Musikschule des Landkreises Kaiserslautern (KMS) bietet „Musikalische Früherziehung“ in 2-jährigen Kursen an. Diese Kurse sind das ideale Fundament für alle späteren Instrumente – und machen dabei jede Menge Spaß!
Inhalte:
Singen und Sprechen:
Die Stimme ist das wesentlichste Ausdrucksmittel kleiner Kinder. Kennenlernen und Singen von alten und neuen Kinderliedern, Sprechen und Gestalten von kindgemäßen Versen und Geschichten sind wesentliche Inhalte der Musikalischen Früherziehung. Dabei soll die Stimme als Instrument in ihrer ganzen Variations- und Funktionsbreite durch gemeinsame und individuelle Erfahrung eingesetzt und bewusst gemacht werden.
Elementares Instrumentenspiel (Orff-Instrumentarium-Schlagwerk):
Instrumentale Aktivitäten verbinden sich für Kinder im Vorschulalter verwiegend mit Erlebnisinhalten. Sie werden angeregt durch Klang- und Spielmöglichkeiten des Instrumentes – Bewegungsvorgänge – Texte – Lieder und deren Begleitung – Geschichten, Handlungen, Spielsituationen – Notationen – Bilder – Hören von Musik.
Musik und Bewegung:
Dem Kind im Vorschulalter ist ein natürliches und starkes Bewegungsbedürfnis zu eigen. Auf dieser Basis können Kinder – Erfahrungen mit sich und der Umwelt machen und erkennen, – Bewegung als Ausdrucksmittel anwenden und – immer eng gebunden an Situation und Empfindung – besonders intensiv erleben.
Musikhören:
Das Sachgebiet Musikhören umfasst – das Hören lernen „Musik“ durch behutsame Lenkung der Aufmerksamkeit auf bestimmte Höraufgaben, – die Schulung des Gehörsinns, um Tonhöhe, Tondauer, Klangdichte unterscheiden zu können. Es wird angestrebt, zum Hören von Musik aller Gattungen und Stile zu motivieren und zum eigenen Musizieren anzuregen.
Musiklehre:
Der Bereich Musiklehre umfasst Information über Grundlagen der Musik durch praktischen Umgang mit ihr in den verschiedenen Sachgebieten. Die Ziele ergeben sich aus den Arbeitsinhalten von Singen und Sprechen, Elementaren Instrumentalspiel, Musik und Bewegung, Musikhören. Die in diesen Bereichen erworbenen praktischen Erfahrungen und Kenntnisse werden in der Musiklehre allmählich bewusst gemacht. Wesentlich ist dabei, dass Inhalte der allgemeinen Musiklehre nicht voll verfügbar zu sein brauchen, sondern lediglich bis zu einem gewissen Grade ins Bewusstsein gerückt werden können. Nur unter diesem Gesichtspunkt dürfen die angegebenen Lernziele und Arbeitsinhalte gesehen werden.
Instrumentalinformation:
Instrumentalinformation bedeutet hier sowohl ein Kennenlernen und Umgehen mit den im Unterricht verwendeten elementaren Instrumenten als auch Information über Instrumente, deren Spielweise erst mit zunehmendem Alter erlernt werden kann. Sie soll dazu beitragen, dass Vorschulkinder zum Erlenen eines Instrumentes motiviert werden und den Zusammenklang mehrerer Instrumente, aber auch die spezifische Klangfarbe eines einzelnen Instrumentes bewusst erleben. Die Instrumenteninformation ist eng verflochten mit dem Teilgebiet „Elementares Instrumentalspiel“ und „Musikhören“. Zur Instrumenteninformation wird deshalb nicht nur Bild- und Tonmaterial verwendet, sondern das jeweilige Instrument selbst, da es beim Vorschulkind auf die unmittelbare Schulung der Sinne – Sehen, Hören, Tasten, Riechen – ankommt. Beim Herstellen selbstgefertigter Instrumente aus einfachen Materialien – im Unterricht und beim häuslichen Spiel – können Grundphänomene der Klangerzeugung durch praktisches Tun zusätzlich einsichtig gemacht werden und den emotionalen Bezug zur Musik vertiefen helfen.